Mehr in die Kindertagespflege investieren

Emine Demirbüken-Wegner, Abgeordnete der CDU-Fraktion Berlin
Emine Demirbüken-Wegner, Abgeordnete der CDU-Fraktion Berlin

Die Anzahl der Tagespflegestellen für Kinder in Berlin hat seit 2013 kontinuierlich abgenommen. Das geht aus der Antwort des Senats einer kleinen Anfrage von mir hervor. Sie sank von 1707 auf 1606. Insgesamt 101 Tagespflegestellen stehen also aktuell nicht mehr zur Verfügung. Das ist ein schmerzlicher Einschnitt im Berliner Kinderbetreuungsangebot, der sich in der derzeitigen angespannten und defizitären Kitaplatz-Situation besonders bemerkbar macht.

Emine Demirbüken Wegner, Abgeordnete der CDU-Fraktion Berlin, erklärt:

„Die Anzahl der Tagespflegestellen für Kinder in Berlin hat seit 2013 kontinuierlich abgenommen. Das geht aus der Antwort des Senats einer kleinen Anfrage von mir hervor. Sie sank von 1707 auf 1606. Insgesamt 101 Tagespflegestellen stehen also aktuell nicht mehr zur Verfügung. Das ist ein schmerzlicher Einschnitt im Berliner Kinderbetreuungsangebot, der sich in der derzeitigen angespannten und defizitären Kitaplatz-Situation besonders bemerkbar macht.

Zwar argumentiert die zuständige Senatsverwaltung beschwichtigend, dass es sich hierbei insbesondere um Tagespflegestellen handele, die ,nur 1-3 Kinder betreuen, doch diese Entwicklung darf nicht unwidersprochen‚ hingenommen werden. Sie sollte im Gegenteil für die politisch Verantwortlichen ein unmissverständliches Signal sein, mehr in den Tagespflegebereich zu investieren. Deshalb muss die zuständige Senatsverwaltung hier ohne Wenn und Aber nachlegen.

Die Einladung von Frau Scheeres zu einem Gespräch ,Guck an, Kindertagespflege‘ am Rande des Tages der offenen Tür am 5. Mai 2018 im Berliner Abgeordnetenhaus reicht dafür aber nicht aus.  Deshalb erscheint diese an sich gut gemeinte Aktion bei den vielen akuten Problemen wie eine Alibi-Veranstaltung.

Sollte sich in diesem Bereich des Kinderbetreuungssystems nichts ändern, mutet dieser Senat in unverantwortlicher Weise den Berliner Eltern nicht nur das bekannte Kita-Elend sondern auch noch ein Tagespflege-Elend zu. Das gilt es auf jeden Fall zu verhindern.“ 

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